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Wie infizieren sich Geräte mit Infostealern?

Es mag etwas plakativ klingen, aber wir vergleichen Infostealer oft mit Hundekot: Sie fliegen einem nicht entgegen, sondern man tritt einfach hinein. Mit anderen Worten: Infektionen durch Infostealer sind fast immer das Ergebnis des Nutzerverhaltens. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Angriffe mit Infostealern in der Regel noch nicht auf bestimmte Organisationen oder Nutzer ausgerichtet.

Eine der häufigsten Methoden, wie Geräte infiziert werden, ist das Herunterladen von illegalen Versionen kommerzieller Software, die versteckte Infostealer enthalten. Viele Menschen suchen nach diesen gekrackten Versionen, um teure Software wie Spiele, professionelle Tools und Softwarepakete kostenlos zu erhalten. Bei der Installation dieser kostenlosen Software installiert der Benutzer oft unbewusst auch einen Infostealer.

Die Verbreitung von Infostealern ist eine eigene Industrie. Vertriebspartner nutzen soziale Medien geschickt, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Ein häufiges Beispiel sind Anzeigen, auf die junge Gamer stoßen und die „Mods“ für ihre Lieblingsspiele bewerben, welche häufig Infostealer enthalten. Dies betrifft auch Organisationen, insbesondere wenn Eltern einen Computer mit ihrem Kind teilen und dieser Computer auch für die Arbeit genutzt wird.

Ein weiteres Beispiel für die Verbreitung von Infostealern ist der Missbrauch von Suchmaschinen. Die Entwickler erstellen realistisch aussehende Kopien legitimer Programme und verleiten Benutzer dazu, diese Fälschungen unwissentlich herunterzuladen. Sie bewerben diese gefälschten Kopien in Suchmaschinen oder nutzen Suchmaschinenoptimierung (SEO), um sicherzustellen, dass sie in den Suchergebnissen weit oben erscheinen. Für weniger aufmerksame Benutzer sind diese Fälschungen kaum von der Originalsoftware zu unterscheiden.

Downloads sind jedoch nicht das einzige Risiko. Infostealer werden auch über Phishing verbreitet. Ein Mitarbeiter könnte eine scheinbar harmlose E-Mail mit einem Anhang erhalten, der von einer vertrauenswürdigen Quelle zu stammen scheint. Sobald der Anhang geöffnet und das Programm im Anhang vom Benutzer ausgeführt wird, ist der Infostealer auf dem Gerät installiert.

Darüber hinaus können sich Infostealer über dubiose Websites verbreiten. Wenn Benutzer unsichere oder verdächtige Websites besuchen, laden sie möglicherweise unwissentlich Malware herunter, die ihre Geräte infiziert. Dies geschieht häufig über Pop-up-Fenster, die den Benutzer auffordern, eine scheinbar harmlose Datei herunterzuladen, die in Wirklichkeit ein Infostealer ist.

Um sich selbst und Ihre Organisation vor diesen Gefahren zu schützen, ist es von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein zu schärfen. Insbesondere beim Herunterladen von Software ist das mangelnde Bewusstsein besorgniserregend.